Die Feuchtgebiete habe ich nicht gelesen, nur etwas darüber - ich hörte, das Buch hat "Stellen" (mit norddeutsch ssspitzem st), wie man früher man bei uns sagte. Bücher mit "Stellen" las man im Urlaub. Zum Thema: Das mit den Bedenken ist betrüblich - sowas kann sich steigern bis man krank vor Sorge ist. Neige selbst dazu, leider. Letztlich kann man aber nicht alle Last der Welt auf den eigenen Schultern tragen und muss ein bischen Fatalismus zulasssen. Zu Zeiten, als ich noch eine Taille hatte, die nach Schmuckgürteln verlangte (wir sprechen von den Siebzigern), besaß ich einen solchen silbernen mit einer Schnalle in Form einer Wolke. Darauf stand der Spruch: Every cloud has a silver lining. Das kann man auch mal bedenken.
ist echt in dosen zu empfehlen, graugans. das ist die beste medizin, unabhängig vom sonstigen esoterischen meeresgerausche.
ich unterstütze meinen fatalismus mit bier, bukowski oder dem wiederlesen der sachen, die ich vor 20 jahren schrieb.
oder ich höre musik aus den siebzigern. dann denke ich zurück an meine ersten verliebtheiten, und wie ich mit meinem moped ausflüge in den odenwald machte, anstatt für meine zukunft zu lernen.
nun bin ich ein (mittel)alter baum. meine rinde ist dick, ich trage viele äste ... vom einen ende kann ich kaum das andere erkennen. das alles bin ich ... auch der junge von damals, und sein liebendes herz ... auch der mensch mit den vielen narben und verletzungen, der über die menschliche existenz flucht ...
zufällig hörte/sah ich nächtens eine ergreifende doku (diesmal im arte-kanal). ich konnte mal wieder nicht schlafen. und als ich die überlebenden des flugzeugabsturzes über ihr schicksal, über ihre passion damals, reden hörte, war an schlaf gar nicht mehr zu denken. http://de.wikipedia.org/wiki/Uruguayan-Air-Force-Flug_571
die doku, bei der hauptsächlich die überlebenden zu wort kamen war ungeheuer ergreifend - ein zeugnis aus dem grenzbereich menschlichen handelns, fühlens, erlebens und begreifens.
unter unmöglichen bedingungen überlebten ein paar insassen der in den anden abgestürzten maschine ...
ohne einen gewissen "fatalismus" hätten sie wahrscheinlich nicht überlebt.
vielleicht war es ein wunder. einer der überlebenden sagte, er hätte sich, als er bereits fast aufgegeben hatte, wie der "kumpel gottes" gefühlt - er war eins mit allem ... er war eins mit dem schöpfer und dieser furchtbaren, unbezwingbaren natur ...
die letzte kraft erhielt er aus dem himmel, aus der erde, von den bergen, aus der allkraft selbst.
so würde ich es sagen.
ich finde es oft beschämend, wie wir uns in unserer satten zivilisation von solchen gefühlen immer weiter und weiter entfernen.
Nörgler, Beleidiger, Miesmacher und andere Zeitgenossen, die es Alten Saecken nur schwer machen wollen, sind hier falsch und vor allen Dingen: nicht lange.
Die Blogwartin
fatalismus
ich unterstütze meinen fatalismus mit bier, bukowski oder dem wiederlesen der sachen, die ich vor 20 jahren schrieb.
oder ich höre musik aus den siebzigern. dann denke ich zurück an meine ersten verliebtheiten, und wie ich mit meinem moped ausflüge in den odenwald machte, anstatt für meine zukunft zu lernen.
nun bin ich ein (mittel)alter baum. meine rinde ist dick, ich trage viele äste ... vom einen ende kann ich kaum das andere erkennen. das alles bin ich ... auch der junge von damals, und sein liebendes herz ... auch der mensch mit den vielen narben und verletzungen, der über die menschliche existenz flucht ...
zufällig hörte/sah ich nächtens eine ergreifende doku (diesmal im arte-kanal). ich konnte mal wieder nicht schlafen. und als ich die überlebenden des flugzeugabsturzes über ihr schicksal, über ihre passion damals, reden hörte, war an schlaf gar nicht mehr zu denken. http://de.wikipedia.org/wiki/Uruguayan-Air-Force-Flug_571
die doku, bei der hauptsächlich die überlebenden zu wort kamen war ungeheuer ergreifend - ein zeugnis aus dem grenzbereich menschlichen handelns, fühlens, erlebens und begreifens.
unter unmöglichen bedingungen überlebten ein paar insassen der in den anden abgestürzten maschine ...
ohne einen gewissen "fatalismus" hätten sie wahrscheinlich nicht überlebt.
vielleicht war es ein wunder. einer der überlebenden sagte, er hätte sich, als er bereits fast aufgegeben hatte, wie der "kumpel gottes" gefühlt - er war eins mit allem ... er war eins mit dem schöpfer und dieser furchtbaren, unbezwingbaren natur ...
die letzte kraft erhielt er aus dem himmel, aus der erde, von den bergen, aus der allkraft selbst.
so würde ich es sagen.
ich finde es oft beschämend, wie wir uns in unserer satten zivilisation von solchen gefühlen immer weiter und weiter entfernen.
bon.