Alte Saecke und ein totes Polyester.
Es ging darum einen Mantel zu kaufen. Einen schönen warmen Wintermantel. Dass ein Plüschkragen daran sein sollte war so klar wie unerlässlich.
Die Alte Saeckin zog also aus, sich über die modischen Novitäten auf dem Mantelsektor kundig zu machen.
Schon beim dritten Versuch schien ein Volltreffer erzielt zu sein: Püschelkragen, hochstellbar bis an die Ohren. Der Griff in die Tasche förderte das alles vernichtende Schild zu Tage: Pelztierfarm!
Nein, DAMIT will die Alte Saeckin nichts zu schaffen haben. Weg also mit dem leider so genial geschnittenen Teil. Weiter ging die Suche und schließlich endete sie mit einem Verzweiflungsmantel der über einen nicht ganz so kuscheligen Kragen verfügte.
Erst zu Hause las die Alte Saeckin, dass für diese Ausgeburt an modischer, winterlicher Verhüllung ein Polyester sein Leben hatte lassen müssen.
Das Polyester...., hmmm, das Polyester...!? Wo lebte es, wie groß war wohl ein Polyester. Dass sein Fell strahlend hellgrau war konnte die Alte Sackin an ihrem Mantelkragen erkennen. Aber wovon ernährte es sich? Aß es nur Pflanzen? Durfte schon auch einmal ein Wurm oder ein Kerbtier auf dem Speisezettel erscheinen? Lebt das Polyester in Rudeln oder als Einzelgänger? Wie pflanzt es sich fort? Wie zieht es seine Nachfahren auf? Und nicht zuletzt: wie jagt der Mensch das Polyester und wie nimmt er ihm sein Fellchen ab?
Es ist unglaublich aber wahr, niemand hat sich je die Mühe gemacht, dem Leben des Polyesters mehr als einen scheelen Seitenblick zu widmen.
Hat es das verdient? Dafür, dass es unser Leben und Schalkragen in hellem Püschelgrau und vieles Andere mehr bereichert? Dürfen wir Ignoranten das Polyester einfach so links liegen lassen?
Nein, nein und abermals NEIN!
Auch das Polyester hat Würdigung verdient. Es wärmt uns, es schützt uns, es wird in rauen Massen für uns gezüchtet und profitabel abgeschlachtet. Sollten wir da nicht eine Hymne des Lobes auf das Polyester parat haben?
Die Alte Saeckin glaubt: JA!
Lasst uns einen Tag des Polyesters ausrufen. Lasst uns seinen Lebensraum schützen. Lasst das Polyester nicht zu einer aussterbenden Art werden. Auf dass es auch für unsere Kindeskinder noch viele Polyesters geben möge die sie in freier Natur bewundern können - wie und wo auch immer Polyester leben und wie auch immer sie aussehen mögen.
Das wünscht sich
Die Alte Saeckin
Die Alte Saeckin zog also aus, sich über die modischen Novitäten auf dem Mantelsektor kundig zu machen.
Schon beim dritten Versuch schien ein Volltreffer erzielt zu sein: Püschelkragen, hochstellbar bis an die Ohren. Der Griff in die Tasche förderte das alles vernichtende Schild zu Tage: Pelztierfarm!
Nein, DAMIT will die Alte Saeckin nichts zu schaffen haben. Weg also mit dem leider so genial geschnittenen Teil. Weiter ging die Suche und schließlich endete sie mit einem Verzweiflungsmantel der über einen nicht ganz so kuscheligen Kragen verfügte.
Erst zu Hause las die Alte Saeckin, dass für diese Ausgeburt an modischer, winterlicher Verhüllung ein Polyester sein Leben hatte lassen müssen.
Das Polyester...., hmmm, das Polyester...!? Wo lebte es, wie groß war wohl ein Polyester. Dass sein Fell strahlend hellgrau war konnte die Alte Sackin an ihrem Mantelkragen erkennen. Aber wovon ernährte es sich? Aß es nur Pflanzen? Durfte schon auch einmal ein Wurm oder ein Kerbtier auf dem Speisezettel erscheinen? Lebt das Polyester in Rudeln oder als Einzelgänger? Wie pflanzt es sich fort? Wie zieht es seine Nachfahren auf? Und nicht zuletzt: wie jagt der Mensch das Polyester und wie nimmt er ihm sein Fellchen ab?
Es ist unglaublich aber wahr, niemand hat sich je die Mühe gemacht, dem Leben des Polyesters mehr als einen scheelen Seitenblick zu widmen.
Hat es das verdient? Dafür, dass es unser Leben und Schalkragen in hellem Püschelgrau und vieles Andere mehr bereichert? Dürfen wir Ignoranten das Polyester einfach so links liegen lassen?
Nein, nein und abermals NEIN!
Auch das Polyester hat Würdigung verdient. Es wärmt uns, es schützt uns, es wird in rauen Massen für uns gezüchtet und profitabel abgeschlachtet. Sollten wir da nicht eine Hymne des Lobes auf das Polyester parat haben?
Die Alte Saeckin glaubt: JA!
Lasst uns einen Tag des Polyesters ausrufen. Lasst uns seinen Lebensraum schützen. Lasst das Polyester nicht zu einer aussterbenden Art werden. Auf dass es auch für unsere Kindeskinder noch viele Polyesters geben möge die sie in freier Natur bewundern können - wie und wo auch immer Polyester leben und wie auch immer sie aussehen mögen.
Das wünscht sich
Die Alte Saeckin
schreiben wie atmen - 12. Dez, 23:38
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