Alt-Tagebuch

2
Okt
2008

Alte Saecke sehen einen Kampf

Die Alte Saeckin hat sich einen Ringkampf angesehen. Sie kam dazu wie die Jungfer zum Kind - überraschend nämlich. Eigentlich wollte sie nur zwei befreundeten Knien ausweichen und stolperte direkt vor den Ring in dem sich Folgendes abspielte:

Der Gong ertönt. Dunkles Geräusch. Trotzdem durchdringend. Die beiden Kämpferinnen schlüpfen durch die schwingenden Seile in den Ring. Die Schiedsrichterin spricht mit ihnen. Beide nicken, sind mit den Regeln einverstanden. Regeln die weise sind und wohl bedacht. Dann gehen sie in ihre Ecken.
Die Eine sitzt auf einem rohen hölzernen Schemel, die Andere auf einer Schaukel aus Blüten, Federn und Duft.
Jeder sieht, dass dies ein ungleicher Kampf werden wird.
Die dort auf ihrem Schemel: kantig, vierschrötig, mit stämmigen Gliedern. Stark ist sie, ihr Gesicht hart und unberührt wie eine Steinwüste. Sie blickt klar. Sie lächelt nicht. Ihr schwarzes Trikot ist glanz- und makellos.
Die Andere auf ihrer bunten leichten Schaukel: ein fröhliches Kind, eine zärtliche Frau. Sie trägt einen Flatterfetzen aus dünnem bunten Flickwerk. Schaukelt hin und her. Nichts Starkes an ihr, nichts Unverrückbares. Sie lächelt, lacht, scheint stets zu singen. Die Gefahr spürt sie anscheinend nicht. Hier wippt ihr Fuß, dort spielt ihre Hand an den Federn und Blüten entlang.
Es ist kaum Publikum im Saal. Die wenigen Anwesenden blicken starr, wütend, traurig, ratlos, befremdet. Der Kampf geht sie etwas an, sie wissen nur noch nicht was. Jeder könnte gewettet haben auf einen vermutlichen Ausgang. Jeder will gewinnen. Spannung knistert.
Nur die Schiedsrichterin wirkt unbeteiligt. Jetzt hebt sie die Hand:
„Mein Name ist Fügung“, sagt sie, „ich werde die Aufsicht haben über diesen Zweikampf“
Nun treten die Kontrahentinnen zu ihr. Die eine tänzelt heran, dreht sich ein paar Mal um sich selbst und bleibt lachend vor der Ringrichterin stehen.
Von der anderen Seite naht ihre Gegnerin. Unter den schweren Tritten erzittern die Bodenbretter. Sie schaut kaum auf, bewegungslos baumeln die muskulösen Arme. Kein Fünkchen, kein Glanz auf dem schwarzen Trikot.
„Gebt euch die Hand“, sagt die Fügung.
Sie begrüßen sich.
„Ring frei zur ersten Runde!“, ruft die Ringrichterin, „Leidenschaft gegen Vernunft“
Wieder erschallt der Gong. Die flache Hand der Ringrichterin fährt mit einem zischenden Schlag zwischen den Beiden nach unten. Raunend erhebt sich das Publikum halb von den Sitzen.
Da! Schon lehnt sich die Bunte an die Schwarze, lehnt sich zärtlich und lächelnd an. Ihr Gesicht schmiegt sich an die Brust der Starken. Ihre Nase ist gerade hoch genug um in der Halsgrube der Schwarzen eine erregende Spur zu wittern. Sanft streicht ihre schmale Hand über steinerne Wangen. Den freien Arm legt sie der Größeren um die Hüfte, dann fasst sie sie an der Hand und schon tanzen die beiden. Drehen sich im Kreis, sachte und gleitend. Die schweren Schritte der Schwarzen sind beflügelt von der Leichtigkeit der Bunten.
Das versteinerte Gesicht bricht auf. Sprünge entstehen. Aus den entstandenen Rissen rinnen Tränen.
„...acht, neun, zehn! Siegerin ist die Leidenschaft“, ruft die Ringrichterin ins Publikum.
Dann klettert sie zwischen den Seilen hindurch nach draußen. Den schwarzen Kapuzenmantel zieht sie enger um sich, schultert die Sense und greift nach dem Stundenglas.
„Noch nicht“, murmelt sie im Davongehen.

22
Sep
2008

Alte Saecke - eingepisst...

Solls das jetzt schon wieder gewesen sein mit dem Sommer?? Grade dran gewöhnt - schon vorbei. Schöner Schwindel.

Wie wunderbar, dass es Wetter gibt. Wetter ist eine geniale Erfindung. Es ist immer da, jeder kann irgendwas drüber sagen. Anlässlich der Aussagen zum Wetter kann man seinen politischen, philosophischen und spirituellen Standpunkt vermitteln. Wetter schafft Kontakte und zugleich Ausreden. Ausreden um irgendwen nicht / nicht an diesem Tag / nicht zum vereinbarten Zeitpunkt / nicht in diesem Leben / aber auf alle Fälle nicht bei diesem Regen treffen zu können. PRIMA!
Wie war nochmal Ihre Frage? Was man tut wenn die Sonne scheinen sollte? Genau das gleiche! Das Zauberwort in diesem Falle ist: Affenhitze, im äußersten Notfall: hochgradige Lichtallergie. Windallergie. Nebelallergie. Wolkenallergie. Akute Sprühregenblindheit, Kältehusten. Hitzeherzrasen. Luftfeuchtigkeitstrauma.
Wenn alle Stricke reißen: das Changing-Syndrom = akute Mißbefindlichkeiten weit im Vorfeld und im Nachgang eines drohenden respektive schon stattgefundenen Wetterumschwungs.
Mal ganz abgesehen davon, dass bei Regen die meisten Hunde infernalisch stinken. Was das mit dem Thema zu schaffen hat? Keine Ahnung, machen Sie sich doch selber einen Reim drauf, ich kann mich schließlich nicht um alles kümmern.

Ungehalten

die Alte Saeckin

17
Sep
2008

...

Wer das ganze Elend seiner Mitmenschen ermessen will, braucht sich nur ihre Vergnügungen anzusehen.
T.S. Eliot
englischer Dichter

12
Sep
2008

Alte Saecke denken zurück...

.. wenn sie mit uralten Freunden telefonieren. Sieben Jahre und länger hat man sich nicht gesehen, dann ist da auf einmal wieder diese vertraute Stimme am Telefon, der man die sechzig Jahre überhaupt nicht anhört. Im Laufe des Gesprächs stellt sich heraus, dass man der Stimme auch die Scheidung, das Ersatzknie und den funkelnagelneuen Krebs nicht anhört. Sogar die Sorgen mit der Tochter haben dieser einstmals geliebten und noch immer sehr geschätzten Stimme nicht geschadet.
Die Alte Saeckin stellte eine Träne im linken Augenwinkel fest und spürte verzweifelt nach einer Zugluft die - wie leise auch immer - an dieser Träne Schuld haben könnte. Nix da, keine Zugluft! Schon sind weitere Tränenkollegen zum aktuell anberaumten Sonderdienst erschienen. Nicht lange und die sonore Männerstimme am anderen Telefon wirkt rau und brüchig. Wenig später schluchzen zwei alte Saecke am Telefon wie die Kinder und machen sich gegenseitig das Sprechen unmöglich.
Als endlich einer von ihnen sagt: "was sind wir für sentimentale alte Saecke", ist das Lachen auf einmal zurückgekehrt und ein längeres Gespräch über die jeweiligen Fährnisse entspinnt sich. Man erinnert sich gehabter schöner Zeiten, erinnert sich plötzlich auch der Lust und der Liebe und der Sonne die einem auf Sommerwiesen den jeweils oben liegenden Hintern gewärmt hat - damals.
Als schließlich ein heranrückender Termin der Alten Saeckin eine Fortführung des Telefonats unmöglich macht, sucht sie nach einem geeigneten Abschiedssatz.
Noch ehe sie fündig geworden ist dringt in ihr Ohr, was sie selbst am liebsten gesagt hätte:
"Wann sehen wir uns?"
Selten in den letzten Jahren hat die Alte Saeckin so schnell einen freien Termin gefunden.
"...das wir noch immer zusammen weinen können", sagt die andere Stimme und die Alte Saeckin nickt stumm in den Hörer.
"Bis bald..." sagt sie.
Nachdem der Knopf, der die Leitung unterbricht, gedrückt ist, spürt sie wie ihr Herz pocht.
"So was", murmelt sie, "So was hab ich ja auch schon lange nicht mehr erlebt"

5
Sep
2008

Die Alte Saeckin geht auf die Batschkaparty...

Während sich andere Leute auf irgendwelchen Bergen vergnügen und der Wanderlust frönen, bereite ich mich auf die morgige Batschkaparty vor.
"Wassn das nu wieder?", höre ich den Einen oder Anderen unter Euch nuschelnd fragen.
Also folgendes:
Eine liebe Freundin sorgt morgen dafür, dass sich Nachfahren von Batschkadeutschen treffen und jeder ein oder zwei Spezialrezepte aus der heimatlichen Küche der Eltern / Großeltern mitbringt. Nicht selbst betroffen (meine Eltern stammen "nur" aus Sachsen - Anhalt), aber durch den Göttergatten dem Großraum Budapest anverwandelt werde ich der Ritzi-Oma ihren gedeckten Apfelkuchen und eine gewaltige Ladung gefüllte Nussoblaten zaubern. Der zweifelsohne massiven Figurfeindlichkeit jener Küche soll an diesem Abend nicht geachtet werden!!
Nachdem es mir vorgestern gelungen ist im Secondhand eine bezahlbare und etwas modernisierte Form eines langen Trachtenkleides (in meiner Größe!!! man höre und staune) in schwarzem Leinen zu finden, werde ich einen großen Auftritt hinlegen. Jawoll!
Mal wieder darf ich feststellen, dass es mir ein glatt und sauber wirkendes Psychopharmakum ist, für andere Menschen zu kochen und zu backen. Warum ich das nicht öfter mache? Na ja, so lange man es nichtprofessionell macht ist die Gefahr, dass im gesamten persönlichen Umfeld liebe Menschen irgendwann platzen relativ groß, und wenn man es professionell machen würde, dann wäre vermutlich der Spaß und die Heilwirkung bald verschwunden. Ein echtes Dilemma! Irgendwann geb ich mal eine Freßorgie für befreundete BloggerInnen *grinz*

total verküchenwurschtelt

die Alte Saeckin

1
Sep
2008

Alte Saecke mäkeln an Montagen herum

Montags sind die Menschen entweder glücklich weil sie ein schönes Wochenende hatten, dann gehen sie einem mit ihrem Grinsen auf den Keks und damit, dass sie keine Lust auf Alltag haben weil es ihnen doch so wunderbar gut ging am Wochenende. Die andere Sorte hatte ein grausiges Wochenende und hat keine Lust auf Alltag weil sie es ungerecht finden, dass ihnen nicht mal am Wochenende was Schönes passiert, was soll dann das ganze Gedöns mit dem Alltag. Der Rest ist so sehr in der Minderzahl, dass er an vernachlässigbar nur kanpp vorbeischrappt.
Habe bloß nie am Montagmorgen einen komplizierten Fahrradplatten, damit bist du nämlich aufgeschmissen.
Fing prima an heute morgen! Der Tag hatte sich dann wohl auch entschlossen auf dem einmal erreichten Deppenlevel zu bleiben. Jetzt nachhause gekommen, in der Post nur Werbemüll oder Forderungen die Zeit und Nerven kosten, und mein Konto um keinen Kreuzer aus den Miesen raushelfen.
Nicht ein einziges nettes Wort für unsereins, noch nicht mal ein normales, durchschnittliches, wertneutrales Grußwort, "hallo liebe A., wie gehts?" zum Beispiel.
NULLA!
NIX!

Mieses Karma vermutlich.
Die Alte Saeckin wird sich jetzt mit der Fahrradrücklichtreparatur (das ist nämlich auch kaputt) befassen und jedem die Nase befahrradölen der heute noch dummes Zeug an sie ranredet.
Zum Abendessen grüne Bohnen weils von denen viel zu viele gibt!! Es gibt schon Tage, da kommt man fühlbar in die Nähe seiner Geduldsgrenze.

Entnervt

die Alte Saeckin

31
Aug
2008

Habe heute gelesen,

dass sich vollsinnige Frauen jenseits der Fuffzich für viel Geld Fett absaugen lassen um in ihre sauteuren Designerklamotten Größe 36 auch weiterhin reinzupassen....
Wann um Himmels willen erfindet man endlich eine Methode untaugliches Hirn abzusaugen??? In den entstehenden Hohlräumen könnte man wenigstens Zettel mit Sinnsprüchen aufhängen:
"Hüte, hüte den Fuß und die Hände eh sie berühren das ärmste Ding, denn Du zertrittst eine häßliche Raupe und tötest den schönsten Schmetterling" zum Beispiel.
So, zum Trost dann noch in der Literaturbeilage der aktuellen Zeit einen wunderschönen Artikel über Siegfried Lenz gefunden. Deswegen schreiben..., weil es das Wichtigste ist, gleich nach dem Denken und der Liebe - wie groß oder klein auch immer. Und weil, wenn überhaupt etwas helfen kann in unserer Welt, es diese drei Dinge sind:
Denken, Schreiben und Lieben so gut man kann.

In feiertäglicher Nachdenklichkeit

die alte Saeckin

28
Aug
2008

Gedenkgedicht zum Tage

Meinem Lehrmeister Robert Gernhardt zum Gedenken und Euch lieben Lesern zur Besinnung - ein Besinnungsgedicht also:

ZWISCHEN MANNHEIM UND GROSS GERAU

Hier scheint der Kleinmut zuhaus.
Alles schaut kleinlich aus.
So kleine Häuschen!
Fast meint man, Mäuschen
blickten zum Fensterlein raus.

Schnurgrad die Straßen sich ziehn.
Aussichtslos hier zu entfliehn.
Weg von der Gradheit,
fort aus der Fadheit
zwischen der Bahn und dem Grün.

Hier und da traut eine Maus
sich auf die Straße hinaus.
Wies Schnäuzchen wittert!
Wies Bärtchen zittert!
Regelrecht kühn schaut sie aus.

Macht manchmal gar einen Satz.
Nimmt jedoch rasch wieder Platz.
In dieser Flachheit
schützt keine Wachheit:
Alles ist hier für die Katz

(Robert Gernhardt in "Lichte Gedichte")

Wenn die Alte Saeckin sich dann selbst ausreichend bemitleidet, beschimpft, beweint und besonnen hat, ist auch hier (allem Unbill zum Trotz) wieder mit textlicher Eigenproduktionen zu rechnen.
(Dies auch auf die Gefahr hin, dass irgendwer weiterhin beim Lesen Fiktion und reale Betrüblichkeiten durcheinander kriegt. Anmerkung der Redaktion)

25
Aug
2008

Alte Saeckin trifft die Dame vom Artenschutz...

Rote Wolfsfüchse sind nämlich auf der ROTEN LISTE.
Die Dame vom Artenschutzverein sagt zornig und bestimmt, man dürfe überhaupt gar nix mit ihnen - steht überall verboten drauf!
Überdies hat die Alte Saeckin zwar nicht mit der Wimper, aber blöderweise mit der Augenbraue gezuckt. Das war falsch! Ganz, ganz falsch.
Deswegen zieht sie sich jetzt erst mal in ihren Bau zurück und bedauert, dass kein goldiger roter Wolfsfuchs drin sitzt der fliegen lernen möchte.
Dort im Bau jault sie dann vor sich hin und/oder den Mond an und wartet auf den Wolfsfuchs, ein Wunder oder wenigstens einen gerechten rauchenden Zorn auf die Dame vom Tierschutz.

Wutbetrübt

Die Alte Saeckin

24
Aug
2008

Die Alte Saeckin hat Sensationelles zu verkünden

Heute fand ich einen roten Wolfsfuchs!
Er hatte sich in mein Postfach verkrochen und kullerte mir frühmorgens vor die Füße.
Wolfsfüchse...
Was Sie kennen keinen Wolfsfuchs??
Ach so, gut, lassen Sie mich etwas weiter ausholen:
Der Wolfsfuchs ist (fast glaubte man schon sagen zu müssen WAR) ein Tier der Flussebenen und der lichten Hainwälder. Auch in Sümpfen begegnete man ihm häufig, ja man kann ihm tatsächlich eine gewisse Neigung, wenn nicht gar einen unseligen Hang zum Sumpf nachsagen. Dies ist umso unverständlicher, als dieses Tier eigentlich in der Lage ist sich mühelos hoch in die Lüfte zu erheben. Das signifikanteste Kennzeichen des erwachsenen und geschlechtreifen Wolfsfuchses sind nämlich (neben seinem buschigen, oft stolz aufrecht getragenen Schwanz) seine direkt hinter den Schulterblättern ansetzenden Schwingen.
Unzählige Generationen von Zoologen haben sich erfolglos den Kopf darüber zerbrochen, warum ein Tier das nachweislich flugfähig ist und bei seinen Flügen überdies eine ziemlich gute Figur macht, trotzig darauf besteht im Schlamm zu waten und sich in feuchten Auwäldern ein schimmeliges Fell zu holen. Viele Versuche wurden unternommen, das seltsame Verhalten dieser Spezies tierpsychologisch zu hinterfragen und befriedigende Antworten wenigstens auf die drängendsten Fragen zu finden.
Leider konnte auch mit viel Mühe ein schnell fortschreitendes Schwinden der Population nicht verhindert werden. Irgendwann erklärte man den roten Wolfsfuchs (fast zeitgleich mit dem Nebelhörnchen von dem an anderer Stelle zu reden sein wird) für ausgestorben. Da der Forschungsstand so blamabel schlecht war, versuchte man möglichst alles was mit diesem Tier zusammenhing in der Versenkung verschwinden zu lassen um in Zoologenkreisen nicht permanent an das eigene Versagen erinnert zu werden. Gerade jetzt, zu einem Zeitpunkt der Zoologen zu der Hoffnung berechtigte, dass der rote Wolfsfuchs aus dem Bewusstsein des Menschen endgültig getilgt sei, gerade jetzt stolpert eine geschwätzige Alte Saeckin über den vielleicht Letzten seiner Art:
wolffuchs_liegend
Mühelos ließ sich der knuffige Geselle als Rüde identifizieren. Er ist sehr lebhaft und wirkt intelligent. Über die Geschlechtsreife kann ich derzeit noch keine Aussage machen. Vom Körperstatus her würde ich ihn als durchaus erwachsenes Exemplar bezeichnen. Wie sie leicht selbst erkennen werden, fehlen ihm die artspezifischen Schwingen jedoch völlig. Die Gründe dafür sind noch nicht zur Gänze geklärt, aber die Alte Saeckin beginnt langsam zu ahnen, wo in diesem Fall der Hund (oder besser der Wolfsfuchs) begraben liegt.
Ich werde mir also Mühe geben dem Tier ein artgerechtes Umfeld zu bieten und alles zu tun um zur Entwicklung der Flugfähigkeit beizutragen. Notfalls werde ich auch kleinere Ausflüge in nahe gelegene Sümpfe in Erwägung ziehen. Fellpflege und anderweitig artgerechte Handreichungen stehen selbstverständlich auch auf dem Programm.
So ist die derzeit größte Hoffnung der Alten Saeckin die, dass sich das rote Wolfsfüchslein irgendwann als flugfähig erweisen möge. Legenden behaupten, dass es das schönste Erlebnis überhaupt sei, dem Ausfliegen eines Wolfsfuchses beiwohnen zu dürfen.
Und da BEIWOHNEN generell eine schöne und durchaus erwünschte Betätigung ist, arbeitet die Alte Saeckin mit aller Kraft auf ihr Ziel hin.
Bis demnächst im Sumpf ihr Lieben.

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